GelenkeBehandlung von Bänderrissen

5. Januar 20220

Diagnose

Die klinische Diagnose von Verletzungen des vorderen Kreuzbandes des Kniegelenks sollte vorzugsweise unmittelbar nach der Verletzung erfolgen, bevor sich eine schützende Muskelkontraktion entwickelt hat. Während der primären Verletzung kommt es häufig zu einem Gelenkerguss – Hämarthrose, und wenn sich viel Blut in der Gelenkhöhle angesammelt hat, ist eine Untersuchung unmöglich. In solchen Fällen wird das Blut zwangsläufig mit einer Punktion abgepumpt.

Die zuverlässigsten klinischen Anzeichen einer VKB-Schädigung sind die Ergebnisse des Lachman-Tests und der vorderen „Schublade“. Von instrumentellen Methoden verwenden sie:

  • Röntgen zeigt begleitende Schäden am Gelenk – intraartikuläre Frakturen des Femurs oder der Tibia, Trennung der Bänder mit einem Knochenfragment, Fraktur des Kopfes. Schäden an Weichteilen (Meniskus, Bänder) sind im Röntgenbild nicht sichtbar. Bei unklarer Diagnose wird eine seitliche Röntgenaufnahme des Gelenks unter Belastung durchgeführt. Es ermöglicht Ihnen, die Verschiebung der Tibia relativ zum Femur zu bestimmen.
  • Die MRT ist der „Goldstandard“ für die nicht-invasive Diagnostik von vorderen Kreuzbandverletzungen. Die Magnetresonanztomographie liefert detaillierte, geschichtete Bilder des Weichgewebes – der Bänder und des Knorpels um das Knie. Die MRT kann auch andere Strukturen sichtbar machen, die versehentlich in den Prozess involviert waren.

Der Ultraschall des Kniegelenks mit Verletzungen des vorderen Kreuzbandes ist nicht sehr aussagekräftig.

Konservative und operative Behandlung

Die Dauer der Immobilisierung beträgt bis zu einem Monat. Dann wird das Pflaster entfernt und Bewegungstherapie, Massage und osteopathische Korrektur verordnet. In der Regel wird unmittelbar nach der Verletzung keine operative Wiederherstellung der VKB-Integrität durchgeführt, da Komplikationen in Form von Kontrakturen des Kniegelenks möglich sind. Die Indikation zur Wiederherstellung des VKB ist die aufkommende Instabilität

Die konservative Behandlung basiert auf einer schrittweisen, strukturierten Erholung, die Muskelkraft, dynamische Gelenkkontrolle und geistige Ruhe wiedererlangt. Bei einigen Patienten kann das VKB während der Rehabilitation (der Wiedervereinigung der gerissenen Teile, die ein funktionelles Band bilden) ohne Operation heilen.

Konservative Therapien können auch Eisbeutel, entzündungshemmende Medikamente und Ruhe umfassen. Bei der Hämarthrose wird angesammelte Flüssigkeit aus dem Gelenk gepumpt.

Bei der Operation zur Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes wird ein gerissenes VKB durch ein „Transplantat“ ersetzt – eine Sehne aus einer anderen Quelle:

  • Ein Autotransplantat, das aus der vorderen Patellasehne, dem Quadrizeps oder der vorderen Kniesehne entnommen wurde.
  • Allotransplantat – einer Leiche wird eine Sehne entnommen.

Das Transplantat dient als Gerüst, auf dem neues Bandgewebe wächst. Die Operation wird mit einem Arthroskop und einer Miniaturkamera durchgeführt, die durch kleine Schnitte um das Knie herum eingeführt werden. Es handelt sich um eine minimal-invasive Methode des chirurgischen Eingriffs, die mit weniger Schmerzen nach der Operation einhergeht und im Vergleich zur offenen Operation eine schnellere Genesung fördert.

Es wird angenommen, dass die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes innerhalb von 5-6 Monaten nach der Verletzung durchgeführt werden sollte. Für junge Sportler, die sich einer frühzeitigen operativen Rekonstruktion unterzogen haben, ist es einfacher, zu ihrem früheren sportlichen Aktivitätsniveau zurückzukehren (im Vergleich zu denen, die eine verzögerte Operation erhielten oder sich auf eine ausschließlich konservative Therapie beschränkten).

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. erforderliche Felder sind markiert *

Gesundheit