GelenkeEpicondylitis

7. Januar 20220

Die äußere oder seitliche Epicondylitis ist ein entzündlicher Prozess, der den äußeren Epikondylus des Humerus betrifft und sich aus verschiedenen Ursachen entwickelt, von denen die Hauptsache eine erhöhte funktionelle Belastung der Unterarmmuskulatur ist. Diese Pathologie tritt häufig auf, hauptsächlich bei Sportlern.

Wie entwickelt es sich?

Der untere Teil des Humerus ist an der Bildung des Ellenbogengelenks beteiligt. Es enthält charakteristische Projektionen, die als äußerer (lateraler) und innerer (medialer) Epikondylus bezeichnet werden. Am Epicondylus lateralis sind starke Bindegewebssehnen der Unterarmmuskulatur befestigt, die für die Streckung von Hand und Fingern verantwortlich sind.

Bei einer signifikanten Zunahme der funktionellen Belastung dieser Muskeln bilden sich Mikroschäden an den Sehnen und der Knochenbasis des Bereichs ihrer Befestigung am äußeren Epikondylus. Dies führt zur Entwicklung eines entzündlichen Prozesses, der die pathogenetische Grundlage der äußeren Epicondylitis ist.

Ursachen

Der häufigste provozierende Faktor, der zur Bildung von Mikroschädigungen des Gewebes des Außenmeniskus sowie zur Entwicklung von Entzündungen führt, ist Sport, der mit einer ausreichend hohen funktionellen Belastung der Unterarm- und Handmuskulatur verbunden ist. Externe Epicondylitis wird als „Tennisarm“ bezeichnet, da die größte Prävalenz der Krankheit bei Tennisspielern festgestellt wird.

Die Entwicklung einer Epicondylitis kann auch mit den Auswirkungen von provozierenden kausalen Faktoren verbunden sein, die nicht mit dem Sport zusammenhängen, dazu gehören:

  1. Berufliche menschliche Tätigkeit, verbunden mit ständigen hohen dynamischen und statischen Belastungen an Unterarm und Hand (Maler, Schlosser, Künstler, Zimmerer).
  2. Alter – je älter die Person ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, degenerativ-dystrophische Prozesse in den Geweben und Strukturen des äußeren Epikondylus zu entwickeln, die zu ihrer Zerstörung und zur Entwicklung des Entzündungsprozesses führen. In diesem Fall entwickelt sich der pathologische Prozess hauptsächlich vor dem Hintergrund normaler funktioneller Belastungen.
  3. Frühere Verletzungen, die zur Bildung von Narben im Bereich der Sehnen und des Knochengrundes führen, die sich dann entzünden können.
  4. Ein anhaltender Entzündungsprozess im Bereich der Strukturen des Ellenbogengelenks, verursacht durch einen spezifischen infektiösen oder autoimmunen Prozess (Bildung von Antikörpern gegen körpereigenes Gewebe).
  5. Angeborene Veränderungen der Eigenschaften und Festigkeit des Binde- und Knochengewebes, verursacht durch Anomalien im Genom, während sich der Entzündungsprozess im äußeren Epikondylus bereits im Kindesalter entwickelt.
  6. Im Zuge der Diagnostik werden die Gründe, die zur Entstehung der Krankheit geführt haben, unbedingt abgeklärt. Dies ist notwendig, um die optimale therapeutische Taktik auszuwählen und die Neuentwicklung einer solchen Pathologie wie der Epicondylitis der äußeren Schulter zu verhindern.

Je nach Lokalisation des pathologischen Entzündungsprozesses wird eine äußere und eine innere Epicondylitis unterschieden. Je nach Hauptursache der Krankheitsentwicklung werden pathologische und posttraumatische Epicondylitis unterschieden. Auch die Aufteilung des Entzündungsprozesses erfolgt je nach Schweregrad. Die Klassifizierung der Krankheit wird in der endgültigen Diagnose angezeigt und hilft bei der Auswahl der am besten geeigneten Behandlung.

Manifestationen

Die mögliche Entwicklung des Entzündungsprozesses im Bereich des äußeren Epikondylus des Humerus wird durch mehrere ziemlich charakteristische Symptome angezeigt, darunter:

  • Schmerzen im seitlichen Epikondylus, die zu Beginn der Erkrankung nach körperlicher Anstrengung am Unterarm auftreten und dann dauerhaft werden.
  • Das Auftreten von Schwäche in den Muskeln des Unterarms, die Hand und Finger strecken. Der Schweregrad der Schwäche hängt von der Intensität der Entzündungsreaktion ab.
  • Die Entwicklung von entzündlichen Veränderungen in den Geweben des äußeren Epikondylus mit Rötung (Hyperämie) der Haut und deren Ödemen sowie einer Volumenzunahme.

Die Schwere der klinischen Symptome ist unterschiedlich und hängt von der Schwere des entzündlichen pathologischen Prozesses ab. Normalerweise verstärken sich die Krankheitszeichen über einen längeren Zeitraum allmählich.

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