GelenkeIntramuskuläre Injektionen

4. Januar 20220

Injektionen in einen Muskel oder eine Vene werden in der Medizin vor allem zur Behandlung akuter Erkrankungen eingesetzt. Die Vorteile dieser Einführung sind wie folgt:

  • das Arzneimittel gelangt sofort in den Blutkreislauf und nicht nach einigen Stunden, was wichtig ist, wenn sich der Zustand des Patienten schnell verschlechtert;
  • solche Medikamente, die nicht im Magen-Darm-Trakt resorbiert werden können, können resorbiert werden (dies geschieht sowohl aufgrund der Eigenschaften der Medikamente selbst als auch unter bestimmten Bedingungen des Patienten).

Weder der erste noch der zweite Nutzen bei Arthrose zählt. Es ist eine chronische Krankheit, die über Jahre andauert. Obwohl sowohl Chondroprotektoren als auch NSAIDs in Form von Injektionslösungen erhältlich sind, ist ihre Verwendung in dieser Form äußerst selten. Denn dieselben Medikamente gibt es in Tablettenform, und sie sind billiger und einfacher zu verwenden.

Intraartikuläre Injektionen

Bei der Behandlung von Arthrose werden hauptsächlich intraartikuläre Injektionen verwendet. Sie sind gut, weil sie eine langfristige Wirkung haben. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Medikamente, die Ihr Arzt Ihnen im Gelenk verabreichen kann.

Hyaluronsäurepräparate sind teuer. Aber mit ihrer Einführung wird eine langfristige analgetische Wirkung erzielt. Es dauert 6 bis 12 Monate. Während dieser Zeit nimmt eine Person überhaupt keine NSAIDs ein oder reduziert die Dosierung von Schmerzmitteln auf ein Minimum, was das Risiko von Nebenwirkungen und Komplikationen verringert.

Hyaluronsäure selbst ist völlig ungefährlich. Es ist eine natürliche Substanz in unserem Körper, die in Haut, Gelenken und vielen anderen Geweben vorkommt. Bei Injektion in ein Gelenk verbessert Hyaluronat die Zusammensetzung und Produktion der Gelenkflüssigkeit. Die Substanz hat die Funktion eines Schmiermittels, daher reduziert sie die Reibung der Gelenkflächen. Die Wirkung hält nicht nur durch die injizierte Hyaluronsäure, sondern auch durch die Stimulierung der körpereigenen Hyaluronsäureproduktion lange an.

Plättchenreiches Plasma

Das Medikament wird kurz vor seiner Verabreichung zubereitet. Dem Patienten wird Blut abgenommen. Es wird zentrifugiert, um unerwünschte Zellen zu entfernen. Viele Blutplättchen verbleiben im Plasma. Durch das Entfernen der Flüssigkeit wird deren Konzentration deutlich erhöht. Dieses Plasma wird dann in das Gelenk injiziert.

Die Funktion von Blutplättchen besteht nicht nur darin, ein Blutgerinnsel zu bilden, sondern auch die Gewebeheilung zu beschleunigen. Sie heben Wachstumsfaktoren hervor. Im Gelenk stimulieren diese Faktoren Stoffwechselprozesse im Knorpelgewebe und stimulieren die Wiederherstellung der Gelenkflächen. Dadurch verlangsamt sich die Entwicklung einer Arthrose.

Glukokortikoide

Dies sind gelenkschädigende Medikamente, deren Verwendung der Arzt so weit wie möglich einschränken möchte. Bei Hüftschäden sowie bei der Behandlung von Arthrose des Schultergelenks wird versucht, auf Injektionen von Glukokortikoid-Hormonen ganz zu verzichten. Denn sie beeinträchtigen den Stoffwechsel im Knorpelgewebe und können schwere Komplikationen bis hin zu nekrotischen Veränderungen im subchondralen Knochen verursachen.

Manchmal werden Glukokortikoide in das Knie gespritzt. Aber auch in diesem Fall sollte die Anzahl der Injektionen 2-3 pro Jahr nicht überschreiten. Solche Injektionen werden nur durchgeführt, wenn eine schwere Entzündung hinzukommt. Glukokortikoide wirken stark entzündungshemmend und können Schmerzen deutlich lindern.

Für die meisten Patienten mit Arthrose empfehlen wir eine Arthrotherapie. Dies ist eine Methode, die die Verabreichung von zwei Medikamenten kombiniert: Hyaluronat und plättchenreiches Plasma. Nach mehreren Injektionen wird eine schmerzstillende Langzeitwirkung erzielt. Zudem verlangsamt sich die Krankheitsentwicklung durch die Stimulation regenerativer Prozesse im Knorpelgewebe.

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